Die vergangene Woche glich einer politischen Achterbahnfahrt: Nachdem US-Präsident Donald Trump bekräftigt hatte, Anspruch auf Grönland zu erheben, regte sich in Europa heftiger Protest. Trump reagierte mit der Ankündigung von Strafzöllen in Höhe von zehn Prozent auf europäische Waren. Die Börsen gerieten unter Druck, die Kurse sackten ab, und selbst die Zukunft der NATO schien plötzlich zur Disposition zu stehen. Nach der vielbeachteten Rede Trumps beim Weltwirtschaftsforum in Davos folgte jedoch überraschend die Kehrtwende: Unter Vermittlung von NATO-Generalsekretär Mark Rutte wurde eine erste Einigung erzielt, die angedrohten Zölle wurden zurückgenommen. Bei einem EU-Sondergipfel stimmten sich die europäischen Staats- und Regierungschefs über das weitere gemeinsame Vorgehen ab. Ein Weiter so solle es angesichts der Lage nicht geben, machten EU-Spitzenpolitiker deutlich. Warum hat Trump eingelenkt? Wie belastbar ist die transatlantische Sicherheitsordnung noch? Und wie gut ist Europa auf die nächsten Drohungen aus Washington vorbereitet? Eva Lindenau diskutiert mit: * Felix Lee, Süddeutsche Zeitung Dossier "Geoökonomie" * Prof. Christane Lemke, Politikwissenschaftlerin und Publizistin * Christoph von Marschall, Der Tagesspiegel * Tonia Mastrobuoni, La Repubblica