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Wir könnten genauso gut tot sein

Spielfilm, Drama • 30.04.2026 • 00:45 - 02:15
Das Hochhaus am Waldrand ist bekannt für seine sorgfältig ausgewählte Hausgemeinschaft. Als ein Hund verschwindet und ihre Tochter sich weigert, das Bad zu verlassen, stellt sich die Sicherheitsbeauftragte ANNA einem Wettkampf gegen die zunehmend absurdere Angst, die sich unter den Bewohner*innen ausbreitet. Die Utopie mit Waldblick gerät schleichend aus den Fugen. - Hausmeister Gerti (Jörg Schüttauf) sucht mit seiner Gruppe besorgter Bewohner*innen nach Gertis Hund und nach einem Schuldigen.
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Das Hochhaus am Waldrand ist bekannt für seine sorgfältig ausgewählte Hausgemeinschaft. Als ein Hund verschwindet und ihre Tochter sich weigert, das Bad zu verlassen, stellt sich die Sicherheitsbeauftragte ANNA einem Wettkampf gegen die zunehmend absurdere Angst, die sich unter den Bewohner*innen ausbreitet. Die Utopie mit Waldblick gerät schleichend aus den Fugen. - Anna (Ioana Iacob, l.) versucht, ihre Tochter Iris (Pola Geiger, r.) aus dem Badezimmer herauszulocken.
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Das Hochhaus am Waldrand ist bekannt für seine sorgfältig ausgewählte Hausgemeinschaft. Als ein Hund verschwindet und ihre Tochter sich weigert, das Bad zu verlassen, stellt sich die Sicherheitsbeauftragte ANNA einem Wettkampf gegen die zunehmend absurdere Angst, die sich unter den Bewohner*innen ausbreitet. Die Utopie mit Waldblick gerät schleichend aus den Fugen. - Die Sicherheitsbeauftragte Anna (Ioana Iacob) verstärkt den Zaun rund um das Hochhaus, um die Sorgen der Bewohner*innen zu zerstreuen.
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Das Hochhaus am Waldrand ist bekannt für seine sorgfältig ausgewählte Hausgemeinschaft. Als ein Hund verschwindet und ihre Tochter sich weigert, das Bad zu verlassen, stellt sich die Sicherheitsbeauftragte ANNA einem Wettkampf gegen die zunehmend absurdere Angst, die sich unter den Bewohner*innen ausbreitet. Die Utopie mit Waldblick gerät schleichend aus den Fugen. - Das mit allen Bequemlichkeiten ausgestattete Hochhaus am Waldrand ist ein Sehnsuchtsort für viele Menschen.
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Originaltitel
Wir könnten genauso gut tot sein
Produktionsland
D, RUM
Produktionsdatum
2022
Altersfreigabe
12+
Spielfilm, Drama
Anna (Ioana Iacob) und ihre Tochter Iris (Pola Geiger) leben in einer streng gesicherten Wohnanlage am Waldrand. Draußen lauert eine diffuse Bedrohung, drinnen wächst die Paranoia: Ein verschwundener Hund reicht, um Misstrauen, Hysterie und Ausschlussmechanismen zu entfesseln. Ein kühles, präzises Debüt über Angst, Kontrolle und die Sehnsucht nach Sicherheit. Die Sicherheitsbeauftragte Anna lebt mit ihrer Tochter Iris in einem mit allen Bequemlichkeiten des Lebens ausgestatteten Hochhaus am Waldrand. Hier zu leben, abgeschirmt von einer gefahrvollen Umwelt, ist das Ziel. Doch als der Hund des Hausmeisters Gerti verschwindet, verbreitet sich die Angst im Haus. Iris ist überzeugt davon, dass ihr böser Blick für das Verschwinden des Hundes verantwortlich ist, und schließt sich im Badezimmer ein. Um Iris zu beweisen, dass ihre Ängste unbegründet sind, beginnt Anna mit der Suche nach dem verschwundenen Hund. Die Nachbarn finden Annas Verhalten verdächtig: Sie sind überzeugt, dass Gertis Hund eines gewaltsamen Todes gestorben ist und die Angst vor dem unbekannten Mörder breitet sich unter den Bewohner*innen aus. Eine freiwillige Bürgerwehr gründet sich. Als Anna versucht, die Nachbarn zur Vernunft zu bringen, werden Ermittlungen gegen sie aufgenommen. Der Druck steigt und Annas Lage wird immer aussichtsloser. Wie weit ist sie bereit zu gehen, um sicherzustellen, dass sie und ihre Tochter in dem Haus bleiben können? Mit "Wir könnten auch tot sein" legte Natalia Sinelnikova 2022 ein vielbeachtetes Langfilmdebüt vor, das auf Festivals als aktueller Beitrag zum "Angstkino" diskutiert wurde. Die abgeschottete Wohnanlage dient als Mikrokosmos für gesellschaftliche Mechanismen: Aus Angst entsteht Kontrolle, aus Kontrolle Ausschluss. Stilistisch setzt der Film auf eine reduzierte Bildsprache, präzise Tonarbeit und eine beinahe ruhige Inszenierung, in der sich die Bedrohung vor allem in Blicken, Routinen und kleinen Verschiebungen manifestiert. Statt großer Effekte beobachtet Sinelnikova, wie sich autoritäres Denken im Alltag einschleicht - und wie der Wunsch nach Sicherheit Schritt für Schritt Freiheit und Empathie untergräbt.