WDR

Westart

Kultur, Kunst + Kultur • 12.09.2026 • 18:15 - 18:45
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Originaltitel
Westart extra
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2026
Kultur, Kunst + Kultur
Westart im Colonius in Köln zum "Tag des offenen Denkmals" Er ist eines der Wahrzeichen Kölns: Der Colonius. Mit seiner Höhe von 266 Metern ist er das höchste Gebäude der Stadt und der höchste Fernsehturm in NRW. 1981 eingeweiht, sind die einstige Aussichtsplattform und das Drehrestaurant aufgrund von Brandschutzproblemen seit 1999 für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. 2022 wurde der Fernsehturm zum Denkmal erklärt. Warum der Colonius immer noch gebraucht wird und wie eine zukünftige Nutzung aussehen kann, erfährt Westart-Moderatorin Mona Ameziane von Benedikt Albers von der Deutschen Funkturm GmbH, die den Colonius betreibt. Zu Besuch auf den Turm kommen Peter und Stephan Brings, deren Band in diesem Jahr 35.Geburtstag feiert. Niki de Saint Phalle "Dream Machine" im Kunstpalast Düsseldorf Eine Künstlerin, die sich nicht an Regeln halten wollte: Mit "Dream Machine" widmet der Kunstpalast Düsseldorf der französisch-amerikanischen Künstlerin Niki de Saint Phalle (1930–2002) eine große Ausstellung. Vom 10. September 2026 bis zum 7. Februar 2027 sind im Kunstpalast mehr als 100 Werke zu sehen. Die Ausstellung zeigt nicht nur ihre farbenprächtigen, "Nanas", sondern vor allem Saint Phalles künstlerische Selbstbehauptung und ihren Kampf gegen gesellschaftliche Vorstellungen von Weiblichkeit. 35 Jahre Brings Kaum eine Band ist so eng mit Köln verbunden wie Brings. Ihre Lieder erzählen von Köln, vom Alltag, Feiern und dem Lebensgefühl am Rhein. Sie sind Rockband und Karnevalsband - und zugleich eine Gruppe mit klarer gesellschaftlicher Haltung, und das seit 35 Jahren. Bereits 1992 beteiligten sich Brings am Kölner Konzert "Arsch huh – Zäng ussenander", das sich gegen Rassismus und rechte Gewalt richtete. Bis heute positionierten sich die Musiker immer wieder gegen Ausgrenzung und für eine offene Gesellschaft. Westart hat das Brings-Konzert auf dem Roncalliplatz am Dom begleitet. Neuer Roman von Benedikt Gollhardt "Alter Ego" Was, wenn wir nicht die sind, für die wir uns halten? Was, wenn unser Denken, unsere Gefühle und sogar unsere Entscheidungen nicht allein von unserem eigenen Willen bestimmt werden? Mit seinem neuen Thriller "Alter Ego" stellt Benedikt Gollhardt eine verstörende Frage nach der Grenze zwischen Mensch und Mikroorganismus. Im Mittelpunkt steht Simon, ein Familienvater und Teamleiter, dessen Leben durch eine schwere Erkrankung aus den Fugen gerät. Eine neuartige Behandlung mit Bakterien rettet ihm zunächst das Leben – doch danach beginnt eine unheimliche Veränderung. Gollhardt verbindet die Thrillerhandlung mit einem wissenschaftlich hochinteressanten Thema: dem Mikrobiom des Menschen. Ruhrtriennale "Deutscher Herbst" von Christopher Rüpping Was bedeutet Freiheit, wenn eine Gesellschaft gerade erst aus einer Katastrophe hervorgegangen ist? Und was passiert, wenn die Erinnerung an die Vergangenheit langsam verblasst? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Uraufführung "Deutscher Herbst" von Christopher Rüping bei der Ruhrtriennale 2026. Grundlage bildet der Reisebericht "Deutscher Herbst" des Schweden Stig Dagerman, der 1946 durch das zerstörte Deutschland reiste. Christopher Rüping nimmt Dagermans Blick auf und stellt eine Gesellschaft, die zunehmend den Boden unter den Füßen verliert, ins Zentrum seines Stücks: zwischen Geschichtsvergessenheit, Zukunftsangst und der Sorge vor einem Erstarken rechter Kräfte.