* Jemen: Neue Front am Roten Meer Im Jemen eskaliert der alte Krieg zwischen den Huthi und den von Saudi-Arabien unterstützten Regierungstruppen erneut. Saudi-Arabien und jemenitische Regierungstruppen haben Huthi-Stellungen und Flughäfen bombardiert - die Huthi rückten daraufhin an der Westküste vor und kontrollieren inzwischen große Teile der Küste bis zum strategisch wichtigen Bab al-Mandab. Nun greifen die Huthi Ziele in Saudi-Arabien an, darunter Riad und Ölanlagen am Roten Meer. Die Kämpfe verschärfen zugleich die humanitäre Katastrophe: Mehr als 100.000 Menschen sind auf der Flucht, viele über das Rote Meer nach Dschibuti. Der Konflikt fällt zeitlich mit dem Krieg zwischen Iran und den USA zusammen - ob und wie eng beides zusammenhängt, ist aber offen. Klar ist: Mit Bab al-Mandab rückt eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt ins Zentrum des Konflikts. Was bedeutet die neue Eskalation für die Menschen im Jemen - und für den Welthandel? * Türkei: Freie Liebe ungewünscht - LGBTQ-Community unter Druck Nach mehreren Razzien und Festnahmen gegen Vereine und Aktivisten der LGBT-Community, wurden diese Woche auch diejenigen Opfer, die sich auf den Straßen solidarisch zeigten. Bei Demos in Izmir, Ankara und Istanbul wurden mehr als 100 Menschen festgenommen, unter ihnen auch Journalisten und Anwälte. Die Justiz spricht von "Operationen zum Schutz von Familien", Betroffene sind entsetzt und fürchten eine fortschreitende Kriminalisierung von queerem Leben in der Türkei. Wir begleiten eine junge Frau, die während einer der Demos selbst festgenommen wird und zwei Nächte in Polizeigewahrsam ist und sprechen mit NGOs und ihrer Sorge vor weiteren Repressalien. * Trump gegen den Wind: Republikaner rebellieren in Texas Eigentlich ist Rancher John Davis Giving treuer Trump-Wähler - bis auf ein Thema: die Energiepolitik seines Präsidenten. Seit Jahren verpachtet der 66-jährige Ex-Politiker Land auf seiner texanischen Familienranch an einen Windpark-Betreiber und lebt gut von den Pachteinnahmen. Doch Trump lässt kaum noch neue Windkraftanlagen genehmigen und bezeichnet sie öffentlich als hässlich, laut und schädlich für Vögel. Das US-Verteidigungsministerium blockiert unter Verweis auf Sicherheitsbedenken zahlreiche Genehmigungsverfahren - weit über die gesetzlichen Fristen hinaus. Gemeinsam mit einem ehemaligen republikanischen Strategen macht Davis nun öffentlich Druck gegen die eigene Partei und wirbt für günstige erneuerbare Energien als konservativen Wert. Eine Reportage über einen ungewöhnlichen Konflikt zwischen Trumpanhängern in Texas und dem Weißen Haus - und über die wirtschaftliche Bedeutung der Windkraft für den ländlichen Süden der USA. * Australien: Klimafood für Kühe - mit Meeresalgen gegen Rülps-Gase Wenn Kühe Meeresalgenpulver fressen, rülpsen sie weniger und stoßen somit auch weniger klimaschädliches Treibhausgas aus. Das haben Forscher in Australien herausgefunden. Und so beginnt die Futterkette nicht selten auf einem Boot vor der Küste Tasmaniens, wo die Rotalgen frisch aus dem Meer geerntet werden. In Australien boomt die Zucht der Rotalge "Asparagopsis". Die einheimische, rote Meeresalge ist eine sogenannte "Superalge". Sie belebt nicht nur das Ökosystem im Ozean, sondern enthält einen Stoff, der die Methanbildung im Verdauungssystem der Tiere hemmen kann. Start-ups versprechen sich davon ein Milliarden-Geschäft. Und Australien hofft, seine Viehwirtschaft mit Hilfe dieses Pulvers emissionsärmer zu machen. Es gibt erste Test-Farmen, auf denen die Rinder mit dem Algen-Zusatz gefüttert werden. Ein wichtiger Schritt in Richtung des Nullemissionsziels, zu dem sich Australien bis 2050 verpflichtet hat. * Marokko Auswandern trotz Boom Marokko boomt, doch viele junge Menschen spüren davon wenig. Das Land ist das meistbesuchte Afrikas, der Sahara-Tourismus wächst rasant, und der Hafen Tanger Med schlägt mit über elf Millionen Containern im Jahr mehr um als Hamburg. Für die Fußball-WM 2030 entsteht in Ca