BR

Überraschungseier - Neues von Kuckuck und Co

Natur + Reisen, Tiere • 07.04.2026 • 11:50 - 12:35
Die meisten haben ihn noch nie gesehen, nur gehört, den Kuckuck.
Vergrößern
Der heimische Kuckuck ist nach  20 Tagen flügge. Bis dahin ist es  Schwerstarbeit für seine winzigen Wirtseltern, die Teichrohrsänger, genügend Nahrung heran zu schaffen.
Vergrößern
Der europäische Kuckuck wirft die Eier seiner Zieheltern einfach aus dem Nest, wie auch das Honiganzeiger-Küken in Afrika. Andere Vögel legen nur ihr Ei ins fremde Nest. Wenn es darum geht, seine Jungen durchzubringen, scheint der Werkzeugkasten der Natur unerschöpflich und von unbegrenzter Fantasie zu sein. Manches mag grausam oder unanständig erscheinen, doch moralische Kategorien zählen nicht.
Vergrößern
Originaltitel
Überraschungseier - Neues von Kuckuck und Co.
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2017
Natur + Reisen, Tiere
Ein Film über das Kuckucksverhalten von Vögeln hierzulande, in Spanien und Afrika. Es sind ganz unterschiedliche Tiere und unterschiedliche Methoden und Gründe für dieses Verhalten. Jedoch verfolgen alle das gleiche Ziel - die Aufzucht der Jungen den Zieheltern zu überlassen. Ein phänomenaler Trick oder ein Rätsel der Evolution? Generationen von Schülern lernen, dass der Kuckuck seine Eier in fremde Nester legt - Kuckuckseier eben. Das erspart ihm die eigene Aufzucht und Fütterung der Jungen. Die Geschichte ist bekannt. Doch warum lassen sich Vogeleltern das gefallen? Die Kuckuckseier sehen meist täuschend echt aus. Das Kuckucksjunge aber keineswegs; es wächst schon bald zum Riesen heran, der keinerlei Ähnlichkeit mit den Zieheltern hat. Und wie ist es in Afrika, wo Spinte sich die Eier des Honiganzeigers unterjubeln lassen, eines Vogels, der von den Menschen verehrt wird, da er sie zum begehrten Honig von Wildbienen führt? Aber er hat auch eine sehr dunkle Seite. Heimlich legt er seine Eier in fremde Nester und bringt Killerküken hervor. Die meisten Vögel mit Kuckucksverhalten gehen nicht so weit wie der Kuckuck oder der Honiganzeiger. Sie töten die anderen Nestlinge nicht, sie legen nur ihr Ei dazu, lassen es ausbrüten und das Junge mitversorgen. So macht es der Häherkuckuck bei den klugen Krähen. Wenn es darum geht, seine Jungen durchzubringen, scheint der Werkzeugkasten der Natur unerschöpflich und von unbegrenzter Fantasie. Was Kuckucksvögel tun, ist weder gut noch böse - sie haben keine Wahl und kein Gewissen, sich zu entscheiden.