RBB

Tatort

Serie, Krimireihe • 02.11.2026 • 22:15 - 23:45 heute Jetzt
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Produktionsland
D
Produktionsdatum
2009
Altersfreigabe
12+
Serie, Krimireihe
Das rbb Fernsehen sendet diesen Tatort zum Tod der Berliner Film- und Fernsehproduzentin Regina Ziegler, die am 1. November im Alter von 82 Jahren verstorben ist. Der rbb trauert um die Grand Dame des Deutschen Films, die über Jahrzehnte eine wichtige Partnerin des Senders war. Ein Toter in der U-Bahn ruft die Kommissare Ritter und Stark auf den Plan. Es handelt sich um den Bauunternehmer Horst Baumann, der bereits in der Vergangenheit durch eine spektakuläre Firmenpleite ins Licht der Öffentlichkeit gerückt war. Nach einem längeren Auslandsaufenthalt ist dieser wieder nach Berlin zurückgekehrt, um mit Hilfe seiner attraktiven Frau Alissa und dem undurchsichtigen Kompagnon Alsfeld Immobilien zu sanieren. Die Ermittlungen bringen die Kommissare schnell auf die Spur des seinerzeit durch die Pleite ruinierten Handwerkers Rothe. Wollte er sich an Baumann rächen? Während Stark erfährt, dass es in der Ehe zwischen Alissa Baumann und dem Mordopfer kriselte und beide zuletzt eine heftige Auseinandersetzung hatten, führt Ritter die Suche nach dem Mörder zurück an den Tatort: in die U-Bahn-Katakomben von Berlin. Bei seinen Nachforschungen trifft er auf Daniel, der als Betreuer mit schwer erziehbaren Jugendlichen illegale Touren in das unterirdische Labyrinth unternimmt. Doch nicht nur dieser kennt sich hier aus. In dem Geflecht aus Gängen und Schächten begegnet Ritter dem schrägen Künstler und Einsiedler Gregor. Sowohl Daniel als auch der Künstler scheinen hier ein dunkles Geheimnis zu hüten. Licht in die Ermittlungen könnte die obdachlose Frau bringen. Diese hatte sich der Ermordete anhand einer Video-Aufnahme immer und immer wieder angesehen. Doch wer ist sie? Und wo ist sie? Ritter und Stark stehen vor einem Rätsel - über und unter Tage. Regina Ziegler war nicht nur einer der erfolgreichsten deutschen Film- und Fernsehproduzentin, sondern auch die erste Frau in diesem Metier. Beim Sender Freies Berlin (SFB) arbeitete sie in den Sechziger- und zu Beginn der Siebzigerjahre zunächst als Assistentin. Ihr Debüt als Produzentin war gleichzeitig ihr Durchbruch im Filmgeschäft. "Ich dachte, ich wäre tot" (D 1973) von Regisseur Wolfgang Gremm, der auch ihr Ehemann wurde, erhielt den Bundesfilmpreis. Mehrere hundert Kino - und Fernsehfilme sowie Serien folgten. Darunter Hochkaräter wie beispielsweise "Solo für Klarinette" (1998) "Henri 4" (2010) und "In Liebe, Eure Hilde" (2024) sowie die mehrfach ausgezeichnete Serie "Weissensee" (2010-2013). Ihr letzter Spielfilm, "Heimsuchung - Eine Jahrhundertgeschichte" von Regisseur Volker Schlöndorff, feierte in diesem Jahr am 16. Mai seine Premiere in Cannes. Regina Ziegler wurde für ihre Arbeiten mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit Deutschen Filmpreis, dem Grimme-Preis, der Berlinale Kamera, einem Emmy Award und der Lola für ihr Lebenswerk. Darüber hinaus war sie seit 1998 Trägerin des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse. Die große Regina Ziegler verstarb im Alter von 82 Jahren am 1. November dieses Jahres in Berlin.