Bernard Rambert, einer der bekanntesten und zugleich umstrittensten Strafverteidiger der Schweiz, reflektiert in einem Gespräch mit der Autorin Julia Klebs sein bewegtes Wirken. Über fünfzig Jahre hinweg verteidigte er Menschen, denen teils Terrorismus, politischer Aktivismus oder radikaler Widerstand vorgeworfen wurde - ein Engagement, das ihm den Ruf des "Roten Beni" und später den Stempel "Terroristenanwalt" einbrachte. Zahlreiche Archivaufnahmen verorten seine Fälle im politischen Klima ihrer Zeit und beleuchten Protestbewegungen, gesellschaftliche Bruchlinien und staatliche Machtstrukturen. Die Erzählperspektive gibt Rambert bewusst viel Raum, um über moralische Verantwortung, das Recht auf Verteidigung und die Bedeutung von Gerechtigkeit in einer Demokratie nachzudenken. Das Werk wird damit zu einem vielschichtigen Beitrag über Erinnerungskultur, politisches Engagement und die Frage, wie eine Gesellschaft mit widerständigen Stimmen umgeht.