Kultur, Kunst + Kultur
Kulturjournal
NDR
14.10.,
01:50 - 02:20
Infos
Originaltitel
Kulturjournal
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2021
Vielfalt oder Langeweile? Norddeutschland und seine Neubauten Klar ist, dass neue Wohnungen gebraucht werden. Doch wie derzeit gebaut wird, ist diskussionswürdig: Seit ungefähr fünf Jahren entstehen in den meisten Neubaugebieten immer nur Wohnwürfel, funktional, glatt, steril und im Norden gerne mit Fake-Backsteinfassade. Von Formenvielfalt keine Spur, Lebendigkeit sieht oft anders aus. Wobei das Aussehen der Neubauten nur das eine ist: je mehr Durchmischung in der Nutzung, umso attraktiver ist ein Quartier. Und Abwechslung belebt, gerade im Bereich des Erdgeschosses wie etwa Durchblicke in Innenhöfe, Schaufenster und Vorgärten. Das "Kulturjournal" begibt sich auf einen Rundgang durch Neubausiedlungen in Hannover und Hamburg. Faszinierende Einblicke: ein Dokumentarfilm über Bienen Wie verläuft das Leben von Bienen? Und was unterscheidet die Winter- von der Sommerbiene? Ein neuer Dokumentarfilm erzählt im Verlauf eines Jahres vom Dasein dieser Insekten und liefert faszinierende Einblicke: das Schlüpfen der Larven, der erste Flug außerhalb des Stocks und auch die Teilung des Volkes, wenn eine neue Königin geboren wird. Der Film zeigt, dass Bienen individueller sind als lange angenommen und erzählt aus der Ich-Perspektive einer Winter- und einer Sommerbiene, gesprochen von Anna und Nellie Thalbach. Mit seinem Film will Regisseur Dennis Wells auch auf die Bedeutung der Bienen aufmerksam machen, die für den Menschen lebenswichtig sind. "Tagebuch einer Biene" läuft jetzt im Kino. Für mehr Frauen an der Spitze: Carolin Kebekus' kämpferisches Buch Es klingt eigentlich leicht: Wer begabt und klug ist, hat alle Chancen, nach oben zu kommen. Doch für Frauen gilt das nur bedingt. Warum das so ist, analysiert die bekannte Komikerin, Sängerin und Schauspielerin Carolin Kebekus in ihrem neuen Buch "Es kann nur eine geben" (KiWi-Paperback). Sie will den Finger in die Wunde legen, sagt sie, und durchaus aufrütteln. Kebekus räumt in ihrem Buch auch mit weiblichen Klischees auf und kritisiert den Konkurrenzdruck unter Frauen. Und sie wäre nicht eine großartige Comedienne, wenn das Buch nicht auch wirklich unterhaltsam und voller Ironie wäre. Jahrhundertschriftsteller aus Lübeck: Roman über Thomas Mann "Buddenbrooks", "Der Zauberberg", "Doktor Faustus": Die Romane von Thomas Mann gehören zu den wichtigsten des 20. Jahrhunderts. Nun wird der Nobelpreisträger aus Lübeck selbst zur literarischen Figur. In "Der Zauberer" erzählt der irische Schriftsteller Colm Tóibín von Leben und Werk Thomas Manns. Der ist bei ihm ein Mensch mit Widersprüchen: genial und selbstbewusst in der Literatur, im Leben aber zaghaft und unsicher. Seine homosexuellen Neigungen unterdrückt er. In der Politik zögert er lange, sich offen gegen die Nationalsozialisten zu stellen. "Der Zauberer" ist das "NDR Buch des Monats" im Oktober, ein lesenswerter Roman und eine wunderbare Ergänzung zu den Biografien über Thomas Mann. Das "Kulturjournal" spricht im Buddenbrookhaus in Lübeck per Video mit Colm Tóibín über den Jahrhundertschriftsteller. "Früher war gestern!" Das neue Album der Hamburger Band Trümmer Sie sind wieder am Start: die vier Musiker von Trümmer. Gerade ist ihr drittes Album "Früher war gestern!" mit elf Live-Titeln erschienen. Bereits im Sommer haben sie die Single "Wann wenn nicht" vorgestellt und den Ton vorgegeben. Resignation angesichts von Corona, Klimawandel und Krisenmodus? Fehlanzeige! "Es ist ja kein Naturgesetz, dass alles irgendwie den Abgrund runtergeht", sagt Sänger und Gitarrist Paul Pötsch. "Wir sind ja diejenigen, die darüber entscheiden, wie das Leben ist." Im Herbst ist Trümmer auf Tour und spielt u.a. am 27. November in Hamburg.
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