Natur + Reisen, Natur + Umwelt
Kroatiens wilde Flusslandschaft
HR
30.06.,
10:30 - 11:15
Infos
Originaltitel
Kroatiens wilde Flusslandschaft - An den Ufern der Save
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2014
Die Save-Auen sind eine urtümliche, im restlichen Europa fast verschwundene Landschaft, in der Menschen heute noch mit "ihrem" Fluss so leben und wirtschaften wie ihre Vorfahren. Typisch für die Posavina-Region sind die alten slawischen Holzhäuser, die einst aus den stämmigen Eichen der Auwälder gebaut wurden. Manche von ihnen sind über 500 Jahre alt. Die Menschen, die hier leben, betreiben traditionellen Ackerbau und halten in der umliegenden Auelandschaft ihre Pferde, Rinder und Schweine. Es sind besondere Tiere: etwa das Posaviner Pferd. Keine andere Pferderasse hat sich so gut an den feuchten Lebensraum angepasst wie dieses kleine Kaltblut, das es sonst nirgendwo gibt. Früher lebten im Lonjsko Polje überwiegend Turopolje-Schweine. Sie waren optimal an ein ganzjähriges Leben in der Aue angepasst und wurden bereits im 14. Jahrhundert gezüchtet. Heute findet man fast nur noch Mischlinge. Rotbauchunken und Teichfrösche laichen zu Tausenden in den Senken, ebenso die Wildkarpfen aus der Save. Die großenteils unbewaldeten Auen sind zudem wichtigste Nahrungsgebiete gefährdeter Großvögel. Störche brüten hier in großer Anzahl. Sie alle leben mit den Menschen in friedlicher Koexistenz, jeder Flussanwohner hat hier seinen Platz und sein Auskommen. Der Film erzählt eine Geschichte über einen Fluss, der in Europa einmalig ist - und über Menschen, die ein im heutigen Europa einzigartiges Leben im Einklang mit diesem Fluss führen. Doch obwohl diese Geschichte der Save und ihrer Anwohner aus einem vergangenen Jahrhundert stammen könnte, ist sie doch hochmodern. Denn im Gegensatz zu anderen europäischen Städten und Regionen, die regelmäßig von Hochwasser heimgesucht und verwüstet werden, bedroht dieser Fluss die Menschen, die mit ihm zu leben gelernt haben, nie, und die Flut schenkt einen Artenreichtum, der in der modernen Welt selten geworden ist.
Das könnte Sie auch interessieren
Die Via Julia ist eine alte Römerroute zwischen Günzburg (Guntia) und Salzburg (Iuvavum), heute gesäumt von Jesuskreuzen und Friedhöfen. Als Teil der Strecke von Lutetia (Paris) nach Konstantinopel, dem heutigen Istanbul, war sie die Hauptverbindung zwischen den Provinzen Raetien und Noricum. Ihr Name Julia ist eine neuzeitliche Bezeichnung und existiert erst seit dem 19. Jahrhundert. Auf der Via Julia liegt auch Augsburg - zwischen den Alpenflüssen Lech und Wertach. Aus dem Militärlager wuchs im Jahre 1 „Augusta Vindelicum", Hauptstadt der neu gegründeten römischen Provinz Rätien. Der römische Kaiser Augustus gilt als Stadtgründer Augsburgs. Seine bronzene Figur auf dem Pfeiler des Augustusbrunnens im Herzen der Stadt zeugt davon. Ein Fenster in die Römische Zeit bietet in Salzburg der Residenzplatz, wo sich einst Metall- und Schmuckschmieden befanden. Hier pflegen die Salzburgerinnen ein Kleinod aus jüngerer Vergangenheit: Die Goldhaube. Fast in Vergessenheit geraten kümmern sich die Damen mit Leidenschaft um Tracht und Zierrat. Denn auch das Streben nach Schönheit ist zeitlos.
15:05
02.07.
Servus TV
Natur + Reisen
Europas legendäre Routen
First from the left: Levison Wood
22:40
02.07.
Spiegel Geschichte
Leopard, Seebär & Co. - Logo
05:30
03.07.
RBB
Natur + Reisen
Leopard, Seebär & Co.