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Kehraus

Spielfilm, Satire • 07.02.2026 • 23:45 - 01:15
Noch amüsiert sich Versicherungsvertreter Arno von Mehling (Nikolaus Paryla) beim firmeninternen Faschingsball "Traumpolice".
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Die Mitarbeiter der Versicherung, Winfried Deutelmoser (Karl Obermayr) und Gerda Jessike (Helena Rosenkranz) erfahren bei dem firmeninternen Faschingsball "Traumpolice", dass sie und viele andere wegen "chronischen Leistungsmangels" bald entlassen werden.
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Der leicht naive Gabelstaplerfahrer Ferdinand Weitel (Gerhard Polt, rechts) hat sich am Rosenmontag zahllose Versicherungspolicen aufschwätzen lassen, die er nie im Leben brauchen wird und die er zudem gar nicht alle bezahlen kann. Also macht er sich auf den Weg zur Zentrale der Versicherung, um seine Policen zu kündigen. Allerdings herrscht in den Büros bereits feuchtfröhliche Fastnachtslaune. Niemand fühlt sich für Ferdinands Problem zuständig.Der Versicherungsvertreter Arno von Mehling (Nikolaus Paryla, links), der finanziell völlig am Ende ist, will seine Provisionen nicht verlieren und versucht daher, Weitel aus dem Weg zu gehen.
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Der Gabelstaplerfahrer Ferdinand Weitel (Gerhard Polt) und die Sekretärin Annerose Waguscheit (Gisela Schneeberger) entdecken ihre gegenseitige Sympathie, und sie fährt schließlich nach dem Faschingsball mit der Trambahn heim zu ihm.
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Originaltitel
Kehraus
Produktionsland
D
Produktionsdatum
1983
Altersfreigabe
6+
Kinostart
Fr., 11. November 1983
DVD-Start
Do., 12. Januar 2012
Spielfilm, Satire
Ein satirischer Film von Hanns Christian Müller aus dem Jahr 1983 mit Gerhard Polt, Gisela Schneeberger und Dieter Hildebrandt in den Hauptrollen. Der Versicherungsvertreter Arno von Mehling schwatzt dem Gabelstaplerfahrer Ferdinand Weitel ausgerechnet am Rosenmontag überflüssige Versicherungen auf. Weitel versucht, alles rückgängig zu machen ... Der Versicherungsvertreter Arno von Mehling schwatzt dem Gabelstaplerfahrer Ferdinand Weitel ausgerechnet am Rosenmontag überflüssige Versicherungen auf. Schockiert stellt der Arbeiter später fest, dass diese Policen fast die Hälfte seines Nettogehalts ausmachen. Er macht bei Frau Waguscheit, einer Angestellten der Versicherung mit dem Namen "Fidelitas", einen Termin aus, um einige der Versicherungen wieder loszukriegen. Er soll an einem Dienstag oder Donnerstag vorbeikommen. Weitel entscheidet sich für den Faschingsdienstag und trifft ausschließlich auf Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die alles andere als Arbeiten im Sinn haben. Herr von Mehling, der auf seine Provision angewiesen ist, versucht Herrn Weitel konsequent aus dem Weg zu gehen. Keiner im sechsten Stock der Firma weiß allerdings, dass sie alle schon längere Zeit vom Vorstand mithilfe von Überwachungskameras beobachtet werden, mit dem Ziel, etliche Mitarbeiter zu feuern, um Kosten einzusparen. Die Sekretärin Annerose Waguscheit nimmt sich des herumirrenden Weitel an und steuert ihn auf dem hausinternen Faschingsball geschickt durch das Chaos aus Bier, Schampus und Schnaps, aus Intrige und Wollust, bis es nicht nur zur Konfrontation zwischen ihm und Mehling, sondern auch zur explosiven Auseinandersetzung zwischen Chefetage und Mittelbau kommt. Im Film werden mehrere fiktive Faschings-Schlager eingespielt ("Heut hau'n wir auf die Pauke" aus der gleichnamigen Episode aus "Fast wia im richtigen Leben", "Ich esse Rindsbratwurst", "Im Böhmerwald, da ist es kalt", "Ich bin ene Vampir"), die sich durch ausgesprochen sinnlose Texte auszeichnen - sozusagen als Persiflage auf den Fasching. Das Drehbuch wurde 1984 mit dem Deutschen Filmpreis in Gold ausgezeichnet und Gerhard Polt bekam im gleichen Jahr den Ernst-Lubitsch-Preis für seine komödiantische Leistung. "Der grauslige Faschingsfilm 'Kehraus' enthält mehr Politik als das ganze Faßbinder-Oeuvre, wird auch mehr einspielen, so ist zu hoffen, als der ganze aufgeblasene Jungfilm zusammen." (Welt am Sonntag, 20.11.1983)

Der Trailer zu "Kehraus"