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Indien - Floßfahrt ins Unbekannte

Info, Gesellschaft + Soziales • 11.01.2026 • 12:00 - 12:45 heute
Zugfahren in Indien ist ein Abenteuer für sich – das erfährt auch Samuel Häde auf seiner fast 2.000 Kilometer langen Reise durch den Nordosten des Landes.
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Im Hinduismus glaubt man, dass die Seele in einem endlosen Kreislauf aus Geburt, Tod und Wiedergeburt gefangen ist. Doch wer in Varanasi stirbt und dort beigesetzt wird, kann diesen Kreislauf durchbrechen und die Erlösung erreichen.
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Samuel lernt wie das traditionelle indische Holi-Frühlingsfest mit buntem Farbpulver gefeiert wird.
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Oilang gehört zum Stamm der Khasis. Diese leben in einem Matriarchat. Bei der gemeinsamen Feldarbeit erfährt der Filmemacher Samuel Häde mehr über die Privilegien, die die Frauen in dieser Kultur genießen.
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Originaltitel
Indien: Floßfahrt ins Unbekannte
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2024
Info, Gesellschaft + Soziales
Die Idee, mit einem selbst gebauten Bambusfloß den Brahmaputra, den drittgrößten Fluss Indiens, hinunterzufahren - und das ganz ohne Vorräte - klingt völlig verrückt. Genau das denkt sich auch Samuel Häde, als er sechs Wochen zuvor in Neu-Delhi in einem überfüllten Zug zu dieser außergewöhnlichen Reise aufbricht. Schweiß rinnt ihm die Stirn hinunter, während er sich bei mehr als 30 Grad Hitze durch das enge Abteil kämpft. Allein mit seiner Kamera wird er Hunderte Kilometer auf einem der größten Bahnstreckennetze der Welt in den wenig beachteten Nordosten Indiens reisen. Der erste Halt ist im Distrikt Mathura im Bundesstaat Uttar Pradesh. Nirgendwo anders in Indien wird das berühmte Holi-Festival so leidenschaftlich gefeiert wie hier. Menschenmengen drängen sich durch enge Gassen, werfen Farbpulver und rufen: Happy Holi! Chhavi, eine junge Studentin, führt Samuel durch das farbenfrohe Chaos dieses Festes. In einem ruhigen Moment erklärt sie: "In Indien ist es für Frauen nicht sicher. Deshalb erlaubt mir mein Vater nicht, alleine rauszugehen. Aber ich bin damit einverstanden", sagt sie. In Indien bestimmen meistens die Männer über die Frauen. Ganz anders in einem kleinen Dorf im Nordosten Indiens. Hier trifft Samuel auf ein Bergvolk, in dem die Frauen das Sagen haben. Oilang gehört dem Stamm der Khasis an. "Wir Khasis nehmen seit jeher den Nachnamen unserer Mütter an", erklärt Oilang, während sie das Kartoffelfeld bearbeitet. Anders als im Rest des Landes leben die Khasis in einem Matriarchat. Hier verwalten die Frauen die Finanzen und genießen zahlreiche Privilegien. Männer hingegen spielen in der Gesellschaft der Khasis eine untergeordnete Rolle. Besonders beeindruckend sind Samuels Einblicke in die heilige Stadt Varanasi, die das größte Freiluft-Krematorium Indiens beherbergt. Schließlich führt ihn sein Weg in die Region Assam, wo er gemeinsam mit einem kleinen Team ein Bambusfloß baut. Mit diesem Floß werden sie 150 Kilometer durch die weite Landschaft des Brahmaputra fahren. Während seiner Reise entdeckt Samuel ein Land, das ihn immer wieder überrascht. Wo Freude und Leid nicht im Widerspruch stehen, sondern zusammengehören. Ein faszinierendes Indien: durch seine kulturelle Fülle, die weitläufigen Landschaften und die großartigen Menschen.