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Gober - eine Orang-Utangeschichte

Natur + Reisen, Tiere • 18.04.2026 • 09:25 - 09:55
2008: Gober und ihre Tochter Gebi, die gerade mal 4-5 Jahre alt ist, aber schon mithelfen muss, an genügend Nahrung zu kommen. Mutter Gober leidet an zunehmend an Grauem Star. In Ölpalmplantagen, wie hier, lebt es sich für Orang-Utans und andere ursprüngliche Waldbewohner besonders gefährlich. Die Plantagenarbeiter fackeln nicht lange.
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2008: Gober und ihre Tochter Gebi, die gerade mal 4-5 Jahre alt ist, aber schon mithelfen muss, an genügend Nahrung zu kommen. Mutter Gober leidet an zunehmend an Grauem Star. In Ölpalmplantagen, wie hier, lebt es sich für Orang-Utans und andere ursprüngliche Waldbewohner besonders gefährlich. Die Plantagenarbeiter fackeln nicht lange.
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GOBER ist eine ältere Orang-Utan-Dame, die  2008 aus einem kümmerlichen Rest von Regenwald evakuiert wurde - abgeschnitten von ihrem Heimatwald in Folge intensiver Ölpalm-Anpflanzungen. Sie wurde in die Station Batu M'Belin gebracht, da ein wohl altersbedingter Grauer Star festgestellt wurde, der fast zur vollständigen Blindheit geführt hatte. Infolge eines Kontakts mit dem ebenfalls blinden Orang-Utan LEUSER wurde GOBER schwanger und brachte im Januar 2011 Zwillinge zur Welt, GANTENG (Sohn) und GINTING (Tochter). Wird Gober (zusammen mit ihren Kindern) in den Dschungel Nord-Sumatras zurückkehren können?
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Hier kommt noch ein Orang-Utan, der in unserer Sendung eine Rolle spielt.
Sein Name ist LEUSER (so wie das Naturschutzgebiet im Norden Sumatras).
Leuser ist geschätzte 12 Jahre alt und komplett blind. Nach seiner Auswilderung aus einer Rettungsstation 2004 wagte er sich zwei Jahre später etwas zu nah an ein Dorf heran und bekam eine Ladung Schrot ins Gesicht.
Seitdem sitzt er in der "Quarantäne-Station" Batu M'belin. Er ist bislang gesund geblieben und sogar Vater geworden. Von ihm stammen die beiden Zwillinge, die die ebenfalls blinde Orang-Utan-Dame GOBER 2011 zur Welt brachte. GOBER wird ja in unserem Film operiert. Ihr Grauer Star ist - anders als die Erblindung von Leuser - operabel.
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Originaltitel
Gober - Eine Orang-Utan-Geschichte
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2014
Natur + Reisen, Tiere
Was macht eine Orang-Utan-Mutter auf Sumatra, deren Augenlicht durch grauen Star zunehmend schwindet, die aber noch ein Jungtier zu versorgen hat? Filmautor Eberhard Meyer erzählt eine bewegende Geschichte, in der das Schicksal Weichen stellt: Im letzten Augenblick versuchen Naturschützer, Mutter und Jungtier zu retten ... Das Schicksal trifft das Orang-Utan-Weibchen sehr hart - und das gleich mehrfach: Vor allem durch die Ausdehnung der Ölpalmplantagen wird das eh schon kümmerliche Waldgebiet auf der indonesischen Insel Sumatra für diese Tiere so gut wie unbewohnbar. Naturschützer, die hier nach Auswegen für die Tierwelt suchen, stellen bei dem Orang-Utan-Weibchen, das sie Gober nennen, auch noch eine schleichende Erblindung fest. Es ist die Tochter, die der kranken Mutter zunächst das Überleben sichert und sie mit Nahrung versorgt. Schließlich aber wird Gober evakuiert und findet Aufnahme in einer Rettungsstation. In einer bahnbrechenden Operation wird ihr dort das Augenlicht zurückgegeben - und auch neues Mutterglück kann Gober erleben. Sogar der Plan für eine Auswilderung wächst heran.