SF1

Giulias Verschwinden

Spielfilm, Komödie • 11.01.2026 • 00:25 - 01:50
Spiegelbild: Corinna Harfouch als Giulia
Vergrößern
Im Bett: Max Herbrechter als Valentin, Teresa Harder als Lena
Vergrößern
Im Restaurant, l-r: Max Herbrechter als Valentin, André Jung als Lorenz, Sunnyi Melles als Alessia, Daniel Rohr als Thomas, Teresa Harder als Lena, Stefan Kurt als Stefan
Vergrößern
Im Altersheim, l-r: Christine Schorn als Leonie, Renate Becker als Lili, Alex Freihart als Willi
Vergrößern
Originaltitel
Giulias Verschwinden
Produktionsland
CH
Produktionsdatum
2009
Altersfreigabe
12+
Kinostart
Do., 04. Februar 2010
DVD-Start
Do., 16. September 2010
Spielfilm, Komödie
Ausgerechnet an ihrem 50. Geburtstag muss es Giulia (Corinna Harfouch) am eigenen Leib erfahren: Alter macht unsichtbar. Aus Frust geht sie shoppen und trifft dabei einen Fremden (Bruno Ganz). Lieber verbringt sie mit ihm den Abend als mit ihrer Geburtstagsgesellschaft. Diese wartet nämlich, frisch aufgebrezelt, wohlriechend und die Zeichen des Alters weggeschminkt im Restaurant auf Giulia und sinniert angeregt über zunehmende Jahrringe. Die Wahr- und Weisheiten ihrer engsten Freunde zum Thema Alter werden zusehends mit genügend Alkohol konserviert. Auch Jessica (Elisa Schlott) und Fatima (Hannah Dietrich), beide 14 Jahre alt, sind shoppen - allerdings auf ihre Weise. Sie suchen ein Geburtstagsgeschenk und "finden" goldene Turnschuhe für den 18-jährigen Schwarm ihrer Herzen. Doch dem Ladendetektiv entgehen sie nicht. Cornelia (Susanne-Marie Wrage) und Max (Samuel Weiss), die geschiedenen Eltern von Jessica, stehen vor den Trümmern ihres aufgeschlossenen Sorgenkonzepts, als sie ihr Kind auf dem Polizeiposten abholen müssen. Wer ist schuld, dass die Tochter offensichtlich zu einer verlorenen Jugend gehört? Über den Verlust der Jugend schmollt derweil Leonie (Christine Schorn), die sich an ihrem 80. Geburtstag gegen ihre Tochter, die Altersresidenz, die Konventionen und gegen das Alt-Sein auflehnt und ihre eigene Geburtstagsparty genussvoll sabotiert. Der Regisseur Christoph Schaub, geboren 1958 in Zürich, realisiert seit 1984 Spiel- und Dokumentarfilme. Mit "Giulias Verschwinden" gewann er am Filmfestival Locarno 2009 den Prix du Public. Der Drehbuchautor Martin Suter observiert in seinen pointierten Dialogen die Sehnsucht, ewig jung bleiben zu wollen - von der Pubertät bis ins Seniorenalter.