Die Anfänge der Astrologie Vor 5000 Jahren beobachteten Babylonier und Assyrer die Sternenbewegungen am Himmel. Über 700 Jahre lang dokumentierten sie alle Beobachtungen. Sie erkannten, dass sich der sogenannte Tierkreis - 12 Sternbildkonstellationen - um die Erde drehen und jährlich wieder kommen. Sie erklären sich diese Konstellationen als Weg der Götter. Es ist die Geburtsstunde der Astrologie. Damals lässt sich Astrologie und Astronomie nicht voneinander trennen. Wissenschaftliche Kritik an den Grundlagen In der Neuzeit ändert sich das Weltbild. Newton definiert das universelle Gesetzt der Gravitation. Das Universum ist also unendlich. Die Beobachtungen wurden dank astronomischen Teleskopen präziser. Unter anderem zeigt sich, dass heute zur Tag-und-Nachtgleiche im Frühling nicht mehr das gleiche Sternbild zu sehen ist als vor 5000 Jahren. Dahinter verbirgt sich das Phänomen der Präzession. Damit werden auch die Grundlagen der Astrologie in Frage gestellt. Psychologischer Effekt Warum verlieren Horoskope nicht an Bedeutung? Und warum springen wir immer wieder darauf an? Der Grund ist unser Gehirn. Denn die selektive Verzerrung manipuliert unser Hirn. Wir eliminieren Botschaften, welche uns nicht passen. Wenn etwas aber der Vorstellung von uns selbst entspricht, dann glauben wir daran. Es gibt auch den sogenannten Barnum-Effekt. Der beschreibt, dass je allgemeiner und vager die Persönlichkeitsbeschreibungen sind, desto eher beziehen wir es auf uns. Ersatz für Religion Eine grossangelegte Studie in den USA zeigt, dass vor allem bei der Generation der Millennials, die Astrologie an spiritueller Bedeutung zunimmt. 16 % geben an, dass Astrologie die Religion ganz ersetzt hat. Heute sagen immer mehr Influencer, sie hätten keinen Therapeuten, dafür einen Astrologen.