WDR

Der Gesundheitskompass mit Dr. med. Esser

Gesundheit + Medizin, Dokumentation • 19.02.2026 • 20:15 - 21:00
Laut der Empfehlung medizinischer Fachgesellschaften sollen 80 Prozent der Reanimationsfälle innerhalb von 8 Minuten professionell vor Ort versorgt werden, doch dieser Wert wird längst nicht in allen Rettungsbereichen erreicht. Um einen Eindruck davon zu bekommen, unter welchen Bedingen Rettungskräfte heutzutage ihren Job leisten müssen und mit welchen Problemen sie dabei zu kämpfen haben, darf Doc Esser (r) ein Rettungsteam der Feuerwehr Essen für einen Tag begleiten.
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In Deutschland wird etwa 84.000-mal der Notruf gewählt – pro Tag! Das macht mehr als 30 Millionen Notrufe pro Jahr. Auch wenn nicht jeder Anrufer in einer lebensbedrohlichen Situation ist: Etwa 136.000 Menschen erlitten allein 2024 außerhalb des Krankenhauses einen plötzlichen Herzstillstand, aber nur 11 Prozent von ihnen überlebten. Was tun, wenn jede Sekunde zählt?
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Dass der junge Familienvater Tobias Hesseling (l) heute noch lebt, verdankt er vor allem dem beherzten Einsatz seiner Familie und Ersthelfer Tobias Kremer(r).
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In der Leitstelle Mettmann bekommt Dr. Esser (l) einen Eindruck davon, aus welch unterschiedlichen Anlässen Menschen sich an den Notruf wenden. Disponent Maik Kurz schildert, vor welchen Herausforderungen sie dabei oft stehen und was es unbedingt zu beachten gilt, um im wirklichen Notfall schnellstmögliche Hilfe zu gewährleisten. Von Leitstellen-Leiter Michael Peters erfährt der Doc, welche oft überlebenswichtigen Möglichkeiten es gibt, um die Rettungskette nachhaltig zu optimieren – die allerdings längst nicht standardmäßig und flächendeckend genutzt werden.
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Originaltitel
Der Gesundheitskompass mit Dr. med. Esser
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2026
Gesundheit + Medizin, Dokumentation
- Der Gesundheitskompass mit Dr. med. Esser: Notfallmedizin am Limit: Was tun, wenn jede Sekunde zählt? Mehr als 30 Millionen Notrufe pro Jahr, dazu im Schnitt 34.000 Patienten, die in rund 1500 Notaufnahmen täglich versorgt werden: immer öfter stößt das Rettungssystem an seine Grenzen. Die Folgen bekommen alle zu spüren: Rettungspersonal im Dauerstress, lange Wartezeiten in Klinken ... und für Patienten ein höheres Risiko, dass Notfälle übersehen oder nicht rechtzeitig behandelt werden können. Das musste auch Ulf erleben: Mehrere Stunden verbrachte er wartend in der Notaufnahme. Bis er untersucht wurde, hatte sich sein Zustand derart verschlechtert, dass er in eine andere Klinik gebracht werden musste. Oft kommt es oft auf jede Sekunde an - so wie bei Tobias: Der junge Mann hatte einen plötzlichen Herzstillstand. Dass der Familienvater heute noch lebt, verdankt er dem beherzten Einsatz seiner Familie und freiwilligen Ersthelfern, die über eine App über den Notfall informiert wurden. Das Problem: Solche sogenannten First-Responder-Apps werden längst nicht verpflichtend flächendeckend genutzt. Wie kann das sein? Ist beim plötzlichen Herzstillstand die Überlebenschance eine Frage des Wohnorts? Dr. med. Heinz-Wilhelm Esser begleitet Teams von Rettungswagen und Notaufnahme, erlebt so hautnah, mit welchen Schwierigkeiten Retter und Betroffene tagtäglich zu kämpfen haben. Ob in Leitstellen, wo Notrufe auflaufen, beim Einsatz einer Telerettungsärztin oder im Ersthilfe-Check: Dr. Esser zeigt auf, wo im wahrsten Sinne überlebenswichtige Chancen nicht genutzt werden - und hakt bei denen nach, die das ändern könnten. Wo muss sich was im Rettungs-System ändern? Und was kann jeder Einzelne im Notfall tun, um die Überlebenschance von Betroffenen deutlich zu erhöhen?