In zwei aufeinanderfolgenden Verhandlungen vor dem Jugendschöffengericht werden zunächst der 17-jährige Lars Schaller wegen Förderung sexueller Handlungen Minderjähriger angeklagt: Er betreibt einen Saunaclub und beschäftigte die 15-jährige Mitschülerin Nadine Deneke als Prostituierte, obwohl er laut ihrer Aussage von ihrem Alter wusste und ihr sogar einen gefälschten Ausweis besorgte. Er wird zu einem Jahr und drei Monaten Jugendstrafe auf Bewährung verurteilt. Im zweiten Fall werden die Schwestern Heike und Natascha Fuchs wegen erpresserischen Menschenraubes verhandelt: Sie entführten ihren Chef Bernd Krummwald, der sie wegen ihres Gewichts entlassen hatte, sperrten ihn fünf Tage in ihren Keller und erpressten 20.000 Euro, die einem Verein für Übergewichtige zugutekamen. Das Gericht erkennt das Motiv der Demütigung an, verurteilt beide dennoch zu je zwei Wochen Dauerarrest nach Jugendstrafrecht.